Käsespätzle

Spätzle gehören zu den schwäbischen Küchenheiligtümern, aber auch in Feisingers kleinen Wiesnzelt auf dem Oktoberfest sind sie ein Genuss. Ohne Spätzle läuft in der schwäbischen Küche eigentlich gar nichts. In den Spätzle nur eine Beilage zu sehen, würde ihnen nicht gerecht werden: Sie sind das schwäbische „Nationalgericht“ schlechthin.

Spätzle – Knöpfle – Nudla – Pfosen

Sind nun Spätzle kleine Spatzen? Sind speziell die Allgäuer Spätzle eher Knöpfle, weil sie nicht lang gezogen vom Brett geschabt werden, sonder eher klein und rundlich? Sind es Nudla, obwohl doch aus Nudelteig von einer akkuraten Köchin eher Krautkrapfen gemacht werden? Oder sind die lang gezogenen Spatzen, rein küchentechnisch, Pfosen?

Der Ursprung des so verwirrenden Begriffs „Spätzle“ ist ebenso verworren und unter Fachleuten heftig umstritten. Ehe die Spätzle geschabt worden seien, sagen die einen, habe die Hausfrau mit der Hand oder mit dem Löffel kleine – „spatzengroße“ – Teigstücke geformt und ins kochende Wasser gelegt. Aus diesen größeren Spatzen seien dann eben die Spätzle geworden. Andere wieder leiten das Wort „Spätzle“ vom italienischen „spezzato“ ab, was so viel wie „Gestückeltes, Geschnetzeltes“ heißt: „Pezzo“ bedeutet Stück und „spezzare“ in Stücke schneiden. Aus dem in Stücke geschnittenen oder gerissenen Teig, der spezzato, wurden schließlich „Spätzle“. Sicher ist, dass diese auf eine vielhundertjährige Geschichte zurückblicken – und dass die Allgäuer irgendwann im Laufe der Zeit auf die gute Idee kamen, ihre heißgeliebten Spätzle mit Emmentaler zu verfeinern. Diese Spezialität können Sie jetzt in Feisingers Kas- und Weinstubn auf der Wiesn und Auer Dult genießen.